Bulletin Dezember 2019

Einzelgeräteturnen

Wettkampfprogramm 2020

Als Ergänzung zum Wettkampfprogramm und zur Präzisierung werden die nachfolgenden Punkte kommuniziert und sind ebenfalls ab 1.Januar 2020 gültig.

Sprung werten K6 und K7

Um keine unnötigen Verzögerungen auf dem Wettkampfplatz zu haben, sollten die Noten der beiden Sprünge angezeigt werden und der Durchschnitt wird im Rechnungsbüro ausgerechnet. Auf den Notenhilfsblätter wird keine Spalte für den Durchschnitt aufgeführt. Die Sprungnote wird auch weiterhin auf zwei Stellen nach dem Komma in die Wertung genommen (Rundungsregel wie aus der Mathematik bekannt).

Beispiel

1. Sprung = 9,0 / 2. Sprung = 8,75 ergibt im Notenblatt eine 8,88

Berechnung: (9,00 + 8,75 = 17,75) / 2 = 8,875, gerundet 8,88

Einsatz «Booster» im K1 und K2

Die Höheneinstellung für die beiden Sprünge wird wie folgt definiert:

K1 - Strecksprung: tiefste Einstellung am Booster

K2 - Sprungrolle: höchste Einstellung am Booster

Die Einstellung der Federn richtet sich nach den Empfehlungen des Herstellers und ist für beide Kategorien als «BASIC» (Schul- und Breitensport) definiert. Das heisst, die Federn werden wie angegeben entfernt. Es ist erlaubt, den letzten Schritt auf dem Booster zu machen. Dies wird somit ähnlich gehandhabt wie zuvor beim Reuterbrett.

Präzisierungen zum Strecksprung im K1

Eine Landung auf dem Booster wird als Sturz gewertet (Abzug 0,4 Pkt).

Präzisierungen zur Sprungrolle im K2

Die Höhenangabe wird neu definiert. Hüfte mindestens auf Schulterhöhe ab Absprungpunkt.

Änderung in Punkt 3.2.1 - maximal möglicher Abzug pro Element

Die deutsche Version wird den Französischen angepasst und die Worte «ohne Sturz» werden entfernt. Neu heisst es: Abzug pro gezeigtes Element max. 0,80 Pkt.

Textanpassung beim Element K4-B

Der Text «aus dem Stütz» trifft nicht für alle Elemente zu und wird entfernt. Die Ausgangsposition ist abhängig vom gezeigten Element der Auswahl. Neue Beschreibung:

Tiefreck: Unterschwünge zum Niedersprung. (40306,40308,40309,40311,40314 bis 40316, 40318)

Hochreck: Unterschwünge (40303 bis 40318)

Weitere Präzisierungen

Bei einer korrekten Landung dürfen die Beine leicht geöffnet sein (max. hüftbreit) und die Landung erfolgt auf beiden Füssen gleichzeitig. Falsche Technik bei der Landung wird im Rahmen des Technikabzuges des Elementes gemacht.

K1: Heben zum Sturzhang: ein- oder beidbeiniger Absprung ist erlaubt. Das Heben muss dynamisch und selbständig erfolgen.

Anforderungen am Boden K5–K7 und KD/KH: als Rotationen sind vw., rw. und sw. drehende Elemente gemeint. Ein Element mit nur Längsachsendrehung (LAD) erfüllt diese Anforderung nicht (z.B.: Strecksprung mit 1/1 Drehung erfüllt die Anforderung nicht).

Die Notenhilfsblätter für alle Kategorien und Geräte werden angepasst und stehen ab Mitte Dezember auf der STV-Webseite zum Download bereit.

Wertungsrichter

Diverse Fragen sind an die Fachgruppe gerichtet worden und können wie folgt beantwortet werden.

Barren

Frage: Ist die Kombination «Abschwung aus dem Oberarmstand und Vorschwung im Oberarmhang zu Rolle rw. mit Aufgreifen gewertet» ein oder zwei Elemente?

Antwort: es sind zwei Elemente. Der Abschwung und Vorschwung ist das Element 50603 (SW4) und die Rolle mit Aufgreifen ist das Element 50606 (SW6). Die 360° wird beim Element 50606 auch in dieser Kombination erfüllt.

Reck

Frage: Im K2 wird es zwei Landungen geben, aus Stütz Rückschwung zum Niedersprung (K2-5) und aus Stand Unterschwung zum Niedersprung (K2-B). Wird nun jede Landung einzeln gewertet (je 0,4 Abzug möglich), oder ähnlich wie am Boden zusammen?

Antwort: es wird wie am Boden gehandhabt. Maximaler Abzug für Landungen am Reck im K2 ist somit 0,4 Abzug.

Einstufung von Elementen

Die bis am 30. Juni 2019 eingegangenen Anträge wurden von der Fachgruppe behandelt und werden mit diesem Bulletin an die Verbände kommuniziert.

Barren: neues Element «Salto vw. gestr. zum Niedersprung» SW7 (StrG 5.11)

Wertungstoleranzen ab 1.1.2015
An den diesjährigen Schweizer Meisterschaften konnten bereits gute Erfahrungen mit der neuen Toleranzregel gesammelt werden. Ab dem 1. Januar 2015 haben diese nun an allen Wettkämpfen in der Schweiz ihre Gültigkeit:
 

9,5 und höher 0,2 Punkte Unterschied zwischen den Noten der einzelnen WR’s
8,8 bis 9,4 0,3 Punkte Unterschied zwischen den Noten der einzelnen WR’s
8,7 und tiefer 0,5 Punkte Unterschied zwischen den Noten der einzelnen WR’s


Ist ein Richter jeweils mit seiner Note im höheren Bereich, gilt die Toleranzdefinition dieses Bereichs.
Beispiel: WR1 = 9,2 und WR2 = 9,5; es gilt der Toleranzbereich von 0,2.

 


Vereinsgeräteturnen (VGT)
Seit dem 1. Januar 2018 gelten für die Vereinsgerätevorführungen die Weisungen 2018.
 
Angepasst, bzw. neu ist:
- Notenschlüssel Programm Jugend wird aufgehoben, es gilt der Notenschlüssel Aktive
- Möglichkeit für kleine Vereine mit Kleinteams (3 bis 5 Turnende) zu starten, sofern dies in den Wettkampfvorschriften enthalten ist.
Wir möchten mit diesem Angebot den Breitensport unterstützen. Es dürfen Vorführungen zu Dritt, zu Viert oder zu Fünft einstudiert werden. Die Veranstalter und Organisatoren von Wettkämpfen werden gebeten, dieses Angebot in ihr Wettkampfprogramm aufzunehmen. Dieses Wettkampfangbot wird auch am ETF2019 in Aarau angeboten. Informationen dazu gibt die Fachgruppe VGT.